Bürgerinformationssystem der Gemeinde Hohenhameln
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Bericht des Gemeindebrandmeisters an den Feuerschutzausschuss Datum: 09.12.2025 Gemeinde: Hohenhameln Berichterstatter: Gemeindebrandmeister Marco Schulte
1. Einsatzgeschehen Einsätze bis zum heutigen Tag: 127 Einsätze der Feuerwehr mit 166 Einzelalarmierungen, zuzüglich 15 x „die Öl“. Im Einzelnen sind das: 19 Brandeinsätze, 19 Verkehrsunfälle, 59 sonstige Hilfeleistungen (überwiegend Unwetter, 12 Unterstützung Rettungsdienst), 19 BMA-Auslösungen.
2. Geplante Beschaffungen bzw. notwendige Reparaturen 2.1 Rollcontainer für den Gefahrgutzug der Gemeinde Hohenhameln Für den Gefahrgutzug der Gemeinde Hohenhameln sollen drei Rollcontainer beschafft werden. Ziel ist es, die Ausrüstung der Gefahrgutgruppe im Einsatzfall schnell und vollständig auf dem GW-L2 verladen zu können. Derzeit müssen die benötigten Gerätschaften je nach Einsatzlage einzeln auf mehrere Fahrzeuge verteilt werden. Dies führt zu erheblichem Zeitaufwand und birgt die Gefahr, dass an der Einsatzstelle Material erst wieder zusammengesucht werden muss. Mehrere Feuerwehren im Landkreis setzen bereits auf ein systematisches Rollcontainer-Konzept und berichten von deutlichen Verbesserungen hinsichtlich Einsatzgeschwindigkeit, Übersichtlichkeit und Sicherheit der Einsatzkräfte. Erläuterung zum vorgesehenen Rollcontainer-Konzept: Rollcontainer 1 und 2 – CSA-Ausstattung: Je drei Chemikalienschutzanzüge (CSA) 1 Eurokiste 40 × 60 × 32 cm Enthält sämtliche notwendigen Utensilien für den CSA-Einsatz 2 Eurokisten 30 × 40 × 32 cm Persönliche Kisten für die jeweiligen CSA-Träger Rollcontainer 3 – Dekon- und Absperrmaterial: 4 Eurokisten 40 × 60 × 32 cm mit Dekonmaterial 1 Auffangwanne Packmaß ca. 930 × 740 × 90 mm Absperrmaterial: 20 Metallspieße für Absperrmaßnahmen im Gefahrenbereich Aus diesem Grund beantragen wir, für 2026 18.000 € für drei Rollcontainer in den Haushalt aufzunehmen. 2.2 Antrag auf Beschaffung eines Rettungszylinders RZT 2-775 für das LF 10-Sonder der Feuerwehr Mehrum Für das Löschgruppenfahrzeug LF 10-Sonder der Feuerwehr Mehrum wird die Beschaffung eines Rettungszylinders RZT 2-775 beantragt. Der derzeit auf dem Fahrzeug verlastete Hilfeleistungssatz ist unvollständig, da lediglich zwei Rettungszylinder zur Verfügung stehen. Für eine umfassende technische Hilfeleistung – insbesondere bei Verkehrsunfällen – ist jedoch ein vollständiger Rettungssatz zwingend erforderlich. Das Industriegebiet in Mehrum wächst kontinuierlich. Eine neue Logistikhalle ist bereits in Planung, und zusätzliche Gewerbeansiedlungen, wie beispielsweise „McCain“, sind möglich. Diese Entwicklungen werden das Verkehrsaufkommen im Bereich der Gemeinde deutlich erhöhen. Ein Blick auf die Einsatzstatistik der vergangenen Jahre zeigt, dass es im Gemeindegebiet wiederholt zu schweren Verkehrsunfällen gekommen ist. Um in solchen Einsatzlagen schnell, effektiv und vor allem sicher helfen zu können, ist eine vollständige technische Ausstattung auf dem Erstangriffsfahrzeug unerlässlich. Aus diesem Grund wird beantragt, für die Feuerwehr Mehrum die Beschaffung des Rettungszylinders RZT 2-775 zu einem Anschaffungspreis von ca. 4.300 € durchzuführen.
2.3 Antrag für Löschwasserzisterne in der Ortschaft Harber Bericht aus der Sitzung vom 23.11.2023 Ortsbürgermeister Böttcher teilt mit, dass der Teich an der Tischlerei „Im Großen Freien“ wegen Verschlammung und des geringen Wasserstandes nicht mehr als Löschteich genutzt werden könne. Die Ortsfeuerwehr teilt diese Einschätzung. Ortsratsbetreuerin Bankes erläutert, dass es einen Beschluss des Rates der Gemeinde Hohenhameln gebe, dass alte Löschteiche nicht mehr entschlammt werden. In der Finanzplanung der Gemeinde seien jedoch Mittel für die Beschaffung von Zisternen für Brandschutzzwecke vorgesehen. Nach ausführlicher Diskussion beschließt der Ortsrat einstimmig, in der Ortschaft Harber ab 2025 eine Zisterne für Löschwasser zu errichten. Der Ortsrat schlägt – nach Abstimmung mit dem Ortsbrandmeister – als Standort den Bereich an der Tischlerei am Ortsausgang Richtung Haimar vor. Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Grundstückseigentümer Kontakt aufzunehmen. Stellungnahme des Gemeindebrandmeisters zur geplanten Löschwasserzisterne in der Ortschaft Harber. Der bestehende Löschteich an der Tischlerei „Im Großen Freien“ ist nach erfolgter Überprüfung nicht mehr als funktionsfähiger Löschteich einzustufen. Die aktuelle Wassertiefe beträgt lediglich ca. 50 cm. Damit ist eine Wasserentnahme nur für sehr kurze Zeit möglich, sodass eine sichere Löschwasserversorgung im Einsatzfall nicht gewährleistet werden kann. Die Einschätzung der Ortsfeuerwehr Harber wird bestätigt. Grundsätzlich stimme ich der Errichtung einer neuen Löschwasserentnahmestelle ausdrücklich zu. Der vom Ortsrat vorgeschlagene Standort an der Tischlerei am Ortsausgang Richtung Haimar erscheint jedoch aus einsatztaktischer Sicht kritisch. Für Einsätze im Ortskern sowie für das geplante Erweiterungsgebiet wäre dieser Standort zu weit entfernt. Nach einem Gespräch mit dem Ortsbrandmeister der Feuerwehr Harber wurde mir mitgeteilt, dass der Standort insbesondere aufgrund der dort ansässigen Sargfabrik (Harber, Im Großen Freien 28) ausgewählt wurde. Sollte es dort zu einem Brandereignis mit hoher Brandlast kommen, wäre ein entsprechender Löschwasservorrat notwendig. In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, ob der Betreiber der Sargfabrik nach § 2 Abs. 4 Niedersächsisches Brandschutzgesetz (NBrandSchG) an den Kosten für eine Löschwasserzisterne zu beteiligen ist. Nach § 2 Abs. 4 NBrandSchG kann die Gemeinde baurechtlich Verantwortliche verpflichten, zusätzliche, über die örtlichen Verhältnisse hinausgehende Mittel und Geräte für die Brandbekämpfung bereitzustellen sowie einen über die Grundversorgung hinausgehenden Löschwasservorrat vorzuhalten, wenn von einer baulichen Anlage eine erhöhte Brandgefahr ausgeht oder bei einem Schadensereignis erhebliche Gefahren für Menschen oder Umwelt entstehen können. Da bei der genannten Firma aufgrund der Art des Betriebes eine erhöhte Brandlast vorliegt, sollte geprüft werden, ob eine anteilige oder vollständige Kostenbeteiligung des Betreibers zulässig und geboten ist. Empfehlung: - Prüfung alternativer, ortsnaherer Standorte aus einsatztaktischer Sicht. - Parallel dazu rechtliche Prüfung einer möglichen Kostenbeteiligung der Sargfabrik nach § 2 Abs. 4 NBrandSchG.
Laufende Projekte Rescue Tablet Alle Ortsfeuerwehren haben nun auf ihren Fahrzeugen die selbst beschafften Einsatztablets mit der Software „Rescue Tablet“ erhalten. Derzeit wird ein Anbieter für die benötigten SIM-Karten gesucht. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister hat hierzu eine Abfrage durchgeführt und holt nun entsprechende Angebote ein. Umrüstung der Verschlüsselung der Alarmierung für die DME X15/X35 Die Umrüstung der Verschlüsselung für die Alarmierung der DME X15/X35 soll im 2. Quartal 2026 stattfinden. Die Umsetzung war ursprünglich früher geplant, wurde jedoch aufgrund bestehender Probleme bei der Umprogrammierung verschoben. Für die Feuerwehren entsteht dadurch kein Alarmierungsproblem – die aktuelle Alarmierung funktioniert weiterhin zuverlässig. Beschaffung der neuen Tagesdienstkleidung über das LZN Herr Klinge hat beim LZN die erste Bekleidung zur Anprobe bestellt. Sobald diese eingetroffen ist, wird sie zur Anprobe in die Ortsfeuerwehren gegeben. Es wird eine Liste erstellt, in die die jeweiligen Größen eingetragen werden. Nachdem die Größen ermittelt wurden, geht die Beschaffung in die nächste Phase. Umzug der Kleiderkammer Der Umzug der Kleiderkammer wird derzeit vorbereitet. Der ehemalige Gemeindebrandmeister hat darum gebeten, dieses Projekt gemeinsam mit dem Team der Kleiderkammer zu Ende zu führen. Da es ihm eine Herzensangelegenheit ist, haben weder wir noch das Team der Kleiderkammer diesem Wunsch widersprochen.
Leuchtturmkonzept im Landkreis Peine Der Landkreis Peine hat ein Leuchtturmkonzept erstellt (siehe Anhang). Geplant ist die Ertüchtigung von neun Feuerwehrgerätehäusern, des Schützenhauses in Bründeln sowie des Dorfgemeinschaftshauses in Rötzum als Anlaufstellen („Notfallmeldepunkte“) im Katastrophenfall. Mit insgesamt elf Anlaufstellen sollen möglichst kurze Wege für die Bevölkerung gewährleistet werden. Die „Leuchttürme“ dienen als Kommunikationspunkte, an denen z. B. Notrufe abgesetzt oder Informationen erhalten werden können. Feuerwehrgerätehäuser verfügen hierfür über funktionierende Funkkreise und Funkgeräte. Damit die Feuerwehr im Katastrophenfall einsatzbereit bleibt, müssen die Einsatzfahrzeuge und Geräte zuverlässig mit Strom versorgt werden. Zusätzlich ist zu beachten: - Die Fahrzeuge verfügen über Wassertanks, die im Winter ohne Heizkonzept einfrieren können. - Atemschutzgeräte dürfen nicht über längere Zeit unter 16 °C gelagert werden. Vor diesem Hintergrund ist es schwer nachvollziehbar, dass die Anschaffung der Notstromaggregate auf 2028 verschoben wurde. Ich bitte den Ausschuss, diese Entscheidung erneut zu überprüfen. Ein Stromausfall muss nicht zwingend durch ein Kriegsgeschehen ausgelöst werden – auch die Häufigkeit und Intensität von Unwettern nimmt jährlich zu.
Termine JHV 2025/2026 Dezember 2025 05.12.2025 – FF Harber, JHV 08.12.2025 – JF Mehrum, JHV 13.12.2025 – KF Clauen 13.12.2025 – FF Mehrum, JHV 19.12.2025 – JF Soßmar, JHV
Januar 2026 09.01.2026 – FF Soßmar, JHV 10.01.2026 – FF Equord, JHV 17.01.2026 – FF Hohenhameln, JHV 30.01.2026 – FF Ohlum, JHV
Februar 2026 06.02.2026 – FF Stedum-Bekum, JHV 07.02.2026 – FF Clauen, JHV 14.02.2026 – FF Bierbergen, JHV
Wichtige Themen für das kommende Jahr - Feuerwehrbedarfsplan Ich danke allen Kameradinnen und Kameraden für ihren engagierten Einsatz sowie der Gemeinde und dem Feuerschutzausschuss für die Unterstützung.
Gemeindebrandmeister Hohenhameln Marco Schulte
Zu dem Punkt 2.3 (Löschwasserzisterne Harber) des Berichts, des Gemeindebrandmeisters erläutert Ausschussmitglied Lauenstein, dass in Clauen eine neue Maschinenhalle gebaut wurde und der Bauherr auch nachträglich Löschwasser vorhalten musste. Ausschussvorsitzender Böker erkundigt sich, ob es einen Ratsbeschluss gebe, der das Entschlammen von Löschwasserteichen untersage. Er verweist darauf, dass in Mehrum ein Teich zu geringen Kosten entschlammt worden sei. Daher bittet er die Verwaltung zu prüfen, ob eine Entschlammung im Einzelfall nicht die wirtschaftliche Alternative darstelle. Außerdem stellt Ausschussvorsitzender Böker die Frage an den Gemeindebrandmeister Schulte, ob und wieviel Fahrzeuge bei der Fachgruppe Gefahrgut eingebunden sind. Eine Rückmeldung wird durch Gemeindebrandmeister Schulte erfolgen.
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