Bürgerinformationssystem der Gemeinde Hohenhameln

Auszug - Sachstandsbericht "Kinderfreundliche Kommune"  

 
 
Sitzung des Ausschusses für Sozialwesen, Jugendarbeit, Sport und Kultur
TOP: Ö 6
Gremium: Ausschuss für Sozialwesen, Jugendarbeit, Sport und Kultur Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 17.09.2026 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 18:39 Anlass: Sitzung
Raum: Dorfgemeinschaftshaus Hohenhameln
Ort: Dorfgemeinschaftshaus Hohenhameln, Clauener Straße 1 A, 31249 Hohenhameln
 
Wortprotokoll

Kinderfreundliche Kommune:

Fußballgolf Mehrum:
Zum Termin zwecks der Aufstellung der Hindernisse für den Fußballgolfplatz in Mehrum  zu Beginn der Ferien haben sich 5 Kinder eingefunden, die Einweihung am 19.08.2026 war mäßig besucht. Dies lag zum einen am Wetter, zum anderen an der schlechten Erreichbarkeit der Jugendlichen von uns.

Zukunftswerkstatt:
Es haben leider nur wenig Jugendliche und Kinder teilgenommen.

Teilnehmende waren Verwaltungsangestellte, Landkreismitarbeitende, Jugendliche (3), Kinder (4), Bürgermeister (kurzzeitig), Sachverständige des Prozesses, Kinderfreundliche Kommune Verein

Unklar welches Ziel bei der Zukunftswerkstatt verfolgt wurde, ein roter Faden war nicht gut zu erkennen, Erkenntnisse der Zukunftswerkstatt daher eher verhalten, Themenschwerpunkt waren zum Ende hin Jugendarbeit und Steuerungsgruppe

Bilderprotokoll von Moderatorinnen erhalten, Einschätzungen/Empfehlungen von den Sachverständigen spiegeln unsere Einschätzungen wieder: Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit muss ausgebaut werden, Jugendbeteiligung muss neu gedacht werden (Niedrigschwelligkeit) ein guter Ansatzpunkt dafür ist das Kinder- und Jugendbüro, Überarbeitung der Steuerungsgruppe

Steuerungsgruppe:

Keine Beteiligung von Jugendlichen, Ansprache von Jugendlichen scheitert häufig an der Aussage sie hätten bereits Termine und die Schule würde sie stark einnehmen, unsere Einschätzung ist, dass es an der Motivation und Attraktivität scheitert (lange, nicht transparente Prozesse)

In der letzten Sitzung wurde über einen Aufruf nachgedacht, um motivierte Mitglieder zu akquirieren, dieser Vorschlag wird in der nächsten Sitzung weiter diskutiert

Beteiligung Kinder:

Erfolgreich ist die Nachfrage hinsichtlich des Spielplatzguides.

Erfolgreich war die Wahl zum Viererrat: aus Hohenhameln haben sich für die sechs Plätze 15 Kinder aufstellen lassen; für die zwei Plätze aus Clauen gab es 7 Bewerber*innen.
Anfang Oktober wird die erste Sitzung des Viererrates im Rathaus stattfinden, danach 1x monatlich.

Beteiligung beim Spielplatz in Mehrum: Stimmzettel im vergangenen Jahr, Prinzip soll nun in Equord wieder angewendet werden (Herbstferien)

 

Aktionsplan:

Es fällt auf, dass vor allem die Maßnahmen für Jugendliche nicht erfüllt/umgesetzt werden konnten

Einige Maßnahmen werden in den neuen Aktionsplan übernommen werden, unter anderem das Jugendzentrum und das Kinder- und Jugendbüro sowie die „Überdachten Jugendplätze“ wobei eine Umbenennung zu „Jugendplätzen in allen Ortschaften“ angedacht ist

Aufnahme der Maßnahme „Überarbeitung Kinderspielplätze“ angedacht, um eine Beteiligung sicherzustellen

Kommunikation und Transparenz muss dringend ausgebaut werden, wir erhoffen uns dadurch eine regere Beteiligung von Jugendlichen, Verständnis für die Prozesse könnte Wohlwollen und Motivation mit sich bringen

 

Stand der Maßnahmen August 2026

Verbesserung der Lebensqualität für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde Hohenhameln

Maßnahme 1: Ermittlung von Angsträumen und Schaffung von Hilfeinseln

-          Erhebung der Angsträume hat für jede Ortschaft stattgefunden

-          Daten wurden aufbereitet und reflektiert, Veröffentlichung hat durch Ortsräte stattgefunden

-          Hilfeinseln sind nicht nötig/erscheinen nicht sinnvoll

 

Maßnahme 2a: Überdachte Treffpunkte für Jugendliche

-          Multifunktionssportplatz in Mehrum wurde überarbeitet, Überdachung ist nicht möglich

-          Fußballgolfplatz in Mehrum wurde im Juli offiziell eröffnet, Beteiligung von Jugendlichen hat auch bei der Aufstellung der Hindernisse stattgefunden, LEADER Nachweis ist eingereicht, Übermittlung der Gelder noch ausstehend

-          Spielplatz in Clauen wird zu Jugendplatz umgestaltet, Überdachung ist eingeplant, Leader Antrag ist gestellt, schriftliche Bewilligung noch ausstehend

 

Maßnahme 2b: „Funpark“ mit überdachtem Treffpunkt für Jugendliche

-          Erholungskonzept Pfannteich: Dreitilung des gesamten Pfannteichgeländes in Wald, Wiese und Teich

-          Unter dem „Funpark“ wird laut Konzept ein Pumptrack auf dem Bereich „Wiese“ verstanden

-          Auf Grund der hohen benötigten finanziellen Mittel ist eine absolute Abhängigkeit zu EU Fördermitteln vorhanden, eine Umsetzung wird in dieser Siegelphase nicht stattfinden

 

Maßnahme 3: Erlebniswald am Pfannteich

-          Dreiteiliges Naherholungskonzept Pfannteich Bereich Wald

-          Wege und ein Sammelplatz wurden frei gefräst, als nächstes werden Sitzmöglichkeiten angeschafft und aufgestellt, der Sammelplatz bietet zwischen 25-30 Sitzplätze und eignet sich daher als „Grünes Klassenzimmer“, ist jedoch jederzeit freizugänglich, über eine Beteiligung mit den anliegenden Weiterführenden Schulen wird nachgedacht

 

 

 

Maßnahme 4: Zentrales Jugendzentrum mit Kinder- und Jugendbüro

-          Anstrebungen das Jugendzentrum als Teil des Naherholungskonzeptes umzusetzen sind gescheitert, es wird als eigenständiges Projekt verstanden und bedarf gesonderter Beachtung, Organisation und Akquisition von Haushalts- und Fördermitteln

-          Jugendbüro ist dieses Jahr konkreter in die Planung und Ausgestaltung gegangen, ein Grobkonzept besteht, die konkrete Ausformulierung ist ausstehend, da die Schaffung einer neuen Personalstelle unter der aktuellen Situation nicht gegeben ist

 

Kinderrechte in der Verwaltung und Politik

Maßnahme 5: Fortbildung zum Thema Kinderrechte

-          Verwaltungsinterne Fortbildung zum Thema Kinderrechte und Kinderbeteiligung hat stattgefunden

 

Maßnahme 6: Entwicklung von Strukturen für ein ressortübergreifendes Arbeiten

-          Jour Fixe ist in der Neugestaltung, erste Termine haben stattgefunden Thema war zunächst die Umsetzung von Maßnahmen und die Kommunikation verwaltungsintern dies muss fortlaufend weiterentwickelt werden, nächster Themenkomplex ist die Transparenz innerhalb und außerhalb der Verwaltung, damit verbunden die Überarbeitung der Homepage auf KfK Ebene, eine klare Strukturierung hinsichtlich der Termine muss nach wie vor erprobt werden 

 

Maßnahme 7: Überarbeitung der Förderrichtlinien

-          Hat mehrfach stattgefunden, neueste Version ist zum 01.01.2026 in Kraft getreten

-          Eine stetige Weiterentwicklung ist angestrebt

 

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Maßnahme 8: Weiterbildung einer Fachkraft zur Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung

-          Fortbildung wurde von Mirja Barabasch gemacht

 

Maßnahme 9: Niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche schaffen

-          Wunschboxen wurden in den Ortschaften aufgehängt, Mitmachaktion Anfang des Jahres mit dem Thema „Was würde ich für Kinder/Jugendliche machen, wenn ich Bürgermeister*in wäre“ wurde trotz Eisgutschein-Gewinn wenig wahrgenommen, die Leerung folgt inzwischen durch die Jugendpflege, da die Leerung vorher wenig bis gar nicht stattgefunden zu haben scheint, die Leerung ist terminlich festgelegt (erster Dienstag im Monat), eine Rückmeldung zum Inhalt gibt es im Anschluss jeweils an die Ortsratsbetreuenden in der Verwaltung und die Ortsvorstehenden, Dokumentation diesbezüglich wurde veranlasst

-          4er Rat kommt an die Grundschule Hohenhameln/Clauen, positive Rückmeldungen von Schulleitung und Schulsozialarbeiterin, das Vorhaben startete am 07.09.2026 durch die Vorstellung des 4er Rats in der Schule durch die Jugendpflege an die 2.-4. Klassen in Hohenhameln und Clauen, die Wahlen fanden diese Woche statt (siehe oben)

 

 

Maßnahme 10: Mit Kindern und Jugendlichen gemeinsam festlegen, in welcher Form sie beteiligt werden möchten

-          Bereich der Jugend soll umstrukturiert werden, erster Schritt ist die Vorstellung der Jugendpflege in der HS und RS Hohenhameln, Umsetzung bisher nicht erfolgt auf Grund von Sommerferien und hohem verwalterischen Aufwand

-          Starker Missstand bezüglich der Alterspanne „Jugend“, Beteiligung nicht vorhanden, Interessenbereiche sind unklar, Räumlichkeiten und Aufenthaltsorte fehlen, unter anderem halten sich Jugendliche vor dem Rathaus auf, der Platz scheint besonders attraktiv, da hier eine Überdachung sowie Wlan vorhanden ist, zusätzlich sind Lebensmittelgeschäfte und Bushaltestellen schnell und leicht erreichbar

 

Recht auf Information und Monitoring

Maßnahme 11: Informationen zu Kinderrechten und Beratungsangeboten in Paketen zu den Übergängen

-          Übergang Kita, Übergang Schule: Pixibücher sind mit Kindern gestaltet worden, Geschichte war vorgegeben, müssen in den Druck gegeben werden, Deadline steht, zum Halbjahr sollen die Pakete zum ersten Mal ausgegeben werden

-          Letztes Kitajahr: Willkommensmappen/Postmappen der Präventionsketten Peine, Übergabe der Kommunikation bzgl der benötigten Mappen pro Kitajahr an Andrea Paschwitz in der Verwaltung (https://www.landkreis-peine.de/Themen-Leistungen/Themen/Jugend-Familie/Pr%C3%A4ventionsketten/)

 

Maßnahme 12: Gründung einer Interessengruppe mit Jugendlichen, um sich mit Möglichkeiten digitaler Medien auseinanderzusetzen

-          Podcast wurde verworfen

-          Instagram wird in abgewandelter Variante stattfinden, die Zeit hierfür fehlt jedoch im normalen Alltagsgeschäft massiv, unabhängig davon ist zum Aufbau einer guten und altersentsprechenden Social Media Präsenz vor allem in der Anfangszeit ein immenser Zeitaufwand nötig, dieser wird dann im Verlauf etwas weniger werden, jedoch sind Aktualität, Trends und gute Erreichbarkeit für Interaktion mit der Zielgruppe besonders wichtig und bleiben daher ein großer Zeitfaktor, eine Übernahme dieser Aufgabe vom Kinder- und Jugendbüro ist sinnvoll

 

 

 

Rückfragen:

 

Wie läuft die Angstraumerhebung in den verschiedenen Ortschaften? Der Ablauf ist überall ähnlich. Die Route wird grob vorgegeben und in Absprache mit den Kindern abgegangen.

 

Wurde der Clauener Jugendschuppen zur Nutzung für Jugendliche in Betracht gezogen?

Die Räumlichkeiten wurden bereits durch die Jugendpflege genutzt, wurden aber seitens der Jugendlichen nicht angenommen. Es fehlt an Infrastruktur in den Räumen. Auch muss geklärt werden, was Kinder genau anspricht und dann auch vor Ort hält. Herr Dr. Wahl gibt zu bedenken, dass Möglichkeiten durch die Verwaltung nicht überreguliert werden sollten.